Verein für Heimatkunde e.V.

Königstein im Taunus

Lieber Besucher und Liebhaber von Geschichte und unserem Vereins,

da leider aus verschiedenen Gründen unser Museum geschlossen ist, wollen wir Ihnen trotzdem einen Einblick geben und so stellen wir Ihnen in regelmäßigen Abständen einige unserer Exponate vor.

Gibt es etwas, was sie besonders interessiert, oder über das Sie hier schon immer einmal lesen/ sehen wollten. dann schreiben sie uns.

 


 

Das Kapuzinerkloster Königstein

Warum heißt der heute Parkplatz in der Mitte von Königstein eigentlich Kapuzinerplatz? Warum heiß die Strasse vorbei am Rewe Klosterstrasse? Warum sind auf dem Platz rote Steine eingelassen? 

Die Antwort ist relativ einfach und liegt in der Vergangenheit. Auf dem heutigen Parkplatz stand vom ersten Spatenstich 1681 bis zur Auflösung 1813 das Kloster der Kapuziner, einer Abspaltung des Franzikanerordens. Das Gelände umfasst die heutige Konrad Adenauer Anlage und Teile der der heutigen Georg-Pingler Strasse zur B8. Dieser Orden war in Königstein und seiner Umgebung sehr tätig gewesen und versorgte mehrere umliegenden Gemeinden (Schloßborn, Seelenberg, Kronberg, Falkenstein, Mammolshain u.v.m) seelsorgerisch. So wurde unter der Letung der Kapuziner z.B in Oberjosbach eine neue Kirche gebaut und die alte verfallene Wallfahrtskappelle Gimbach in der Nähe von Fischbach neu errichtet.

Nach der Aufhebung des Klosters wurde es noch teilweise als Hotel genutzt, bevor die Abbrucharbeiten der letzten Gebäudereste 1928 begannen.

Heute erinnert neben dem Kapuzinerplatz und der Klosterstrass auch noch der Kapuzinerpfad Richtung Falkenstein und Mammolshain an das Wirken des Ordens. Auf dem Kapuzinerplatz selbst sind mit rotem Kopfsteinen die Grundmauern der ehemaligen Klosterkirche, die bei Ausgrabungen 2011 gefunden wurden, sichtbar gemacht.

Eine Nachbildung des Klosters sowie einige wenige noch erhaltene Exponate befinden sich im ersten Stock des Museums.